Friday, December 12, 2008

Was kostet die Welt? Und wann können Sie liefern?

Es ist vollbracht. Zum jetzigen Zeitpunkt beherrsche ich alle Länder dieser Erde inkl. Hauptsädte (außer den afrikanischen) plus deren Lage. Ein tolles Gefühl, v. A., weil das gestern Abend eben noch gar nicht der Fall war... :-)

Nun drückt mir alle kräftig die Daumen, dass ich dieses Wissen bis 12.00 Uhr noch nicht wieder vergessen habe.

Es dankt, der Chris

Sunday, December 7, 2008

Eine Banane zum Abendessen

Sonntagabend. Mal wieder sitze ich noch zu eher später Stunde an meinem Schreibtisch, der langsam unter Bergen von Kruschd verschwindet, darunter Drucker, Laptop, Scanner, Ordner, diverseste Papiere, Würstchen, eine Bananenschale, CDs, eine Müslischüssel, eine Wasserflasche, Brausetabletten, Einkaufszettel usw usf.

Die Woche war ein absoluter Knüller, wieder mal. Soeben wurde sie beendet durch drei Telefonate mit Berlin, Freiburg & Radolfzell, Gesamtdauer ca. 90 Minuten. 83 Minuten verbucht Radolfzell. :-)

Weihnachtsplanung läuft also, Silvester wurde ein wenig hinten an angestellt, dafür ist die Wohnungssuche für nächstes Jahr aktueller geworden. Und draußen scheint ein übergroßer Halbmond.

Schulisch gesehen waren die letzten 7 Tage der absolute Bringer. Am Dienstag begann es bei der Rückgabe der VWL-Klausur, als Frau Hark unerwartet einen gewissen Herrn Kaiser zum erfolgreichsten Absolventen jener Arbeit ausrief. Note: 1,25.
Tags drauf erhielten wir Deutsch zurück. Ein Kurzprotokoll hatte es zu verfassen gegolten. Deutsch, eigentlich nie mehr als ein Mitläuferfach für mich, scheint mir nach 18 Monaten im Ausland plötzlich um einiges besser zu liegen. Note: 1,5. Fazit: Klassenbester.
Joar. Und dann war da noch dieser unerwartet schwere Englisch-Vokabeltest, der ohne viel Vorbereitung geschrieben worden war. Schnitt um die 4. Australien lässt auch hier grüßen. Note: 1,5. Nein, es war niemand besser.

Ich gebe zu, ich bin ein klein wenig stolz auf mich. Vielleicht auch ein bisschen mehr.

Natürlich kann man nicht eine ganze Woche zum absoluten Brecher erklären, wenn gerade mal 3 Noten für sich sprechen sollen. Doch die des Abends erweitert gewordene Fotosammlung spricht wahrlich Bände. Das Leben ist schön. Und schlafen kann man noch, wenn … na ja … wenn … egal. Später halt. ;-)

Nachträglich euch allen einen schönen Nikolaustag und weitere herrliche 20 Minuten des 2. Advents!

Freiburg grüßt!

Monday, December 1, 2008

Warum bin ich so glücklich?

Es ist ein Tag wie jeder Andere. Fast. Hibbelig wippe ich auf meinem ledernen Chefsessel hin und her, während ich diese Zeilen verfasse. Ob es daran liegt, dass ich auf Grund zu langen Sportverbotes zu viel Energie in mir stecken habe? Oder einfach daran, dass es genau an Tagen wie heute liegt, dass ich sehr gut nachvollziehen kann, wenn mich meine Mitmenschen als Schoßkind des Glückes bezeichnen?

Der gestrige Tag hat sich in deutlich sichtbaren Schatten verewigt. Nein, es sind nicht (nur) die Augenränder, welche ich mir bei der nächtlichen Zelebration des Geburtstages meiner geliebten Mitbewohnerin hart erarbeitet habe. Vielmehr spreche ich von all diesen Schatten, die sich auf meine Oberschenkel legen, wenn das Schreibtischlicht von oben orthogonal auf meinen einstmals so gepflegten Waschbrettbauch fällt und wegen der Lichtundurchlässigkeit von Haut und Fettgewebe leider deutlich erkennen lässt, dass das Brett unproportional vom inneren Zentrum hinfort mit zunehmender Geschwindigkeit wegbrettert, sich folglich ausbrettet … äähhh … -breitet. Was genau das mit gestern zu tun hat?

Nun – diverser Feierlichkeiten wegen fanden sich gestern Mittag zehn hungrige Mägen bei einer gewissen Familie Falk in Baden-Baden am Esszimmertisch ein, um eine ultimative Premiere zu feiern: Die neue Küche der Gastgeber hatte tatsächlich eine 5,5 Kilogramm fette Gans inkl. diverser Beilagen wie selbst gesammelter Kastanien, Knödel & Rotkraut hervorgezaubert!!! Knallhart wurde das gerupfte Federvieh bis auf den letzten Knochen wegschnabuliert, bevor die Frau des Hauses, meine Patentante Monika Falk, noch mit einem köstlichen Eis die bereits im siebten Himmel schwebenden Geschmacksknospen zu verwöhnen müssen meinte. Der Schmaus gelang exzellent, etwaige Ängste bezüglich der Zubereitungspremiere erwiesen sich als absolut überflüssig. Die Kücheneinweihung gelang überragend und rief nichts als übersatte, hochzufriedene Gemüter hervor!


Die Heimfahrt ward zum Verdauungsnickerchen genutzt, um bei der Heimkehr sofort wieder in Aktion treten zu können. Mit Hilfe dreier Freunde meiner Mitbewohnerin wurde die WG in Windeseile in eine kunterbunte Partylocation verwandelt, was nur wenige Minuten später bei der Rückkehr von Anne, meiner Mitbewohnerin, zu heftigen Begeisterungsausbrüchen führte. Die Würdigung ihres 22. Geburtstages stand auf dem Plan – und damit ungefähr 22 Gäste auf der Matte. Jeder brachte etwas mit, Gebäck, Kuchen, Muffins, Knabberzeugs oder Flüssigkeiten unterschiedlichster Beschaffenheit, welche den Abend zu einem gelungenen Beisammensein werden ließen.


Ja. Und weil ich nun fett und übermüdet bin bin ich so fröhlich? Kann fast gar nicht sein, oder? Ist aber bestimmt auch mit ein Grund. :-)

Die Uni rief um zehn, schloss ihre Pforten bereits wieder um halb zwei und entließ mich in einen leicht verregneten Nachmittag.

Daheim die Emails ließen mich sowohl den Regen als auch meinen drittletzten Krankengymnastiktermin vergessen. Die erste Nachricht stammte von einem gewissen Herrn Kästner, seines Zeichens Praktikumsberater der Angell Akademie. Er ließ mich wissen, dass das gewissenhafte Verfolgen von Animateurspflichten ohne Frage als Praktikum gewertet werden könne, und die somit für mich verbleibende Pflichtpraktikumszeit auf exakt einen Monat reduziert werden würde. *ha* *owned* Pornös! Aus vier mach eins. 1-2-Fly macht’s möglich. Und Mars macht mobil.


Die zweite Nachricht betraf ebenfalls das Praktikum und lautete ungefähr so: Sehr geehrter Herr Kaiser, selbstverständlich können Sie mit uns ihren Praktikumswunsch in Costa Rica verwirklichen. Ebenso denkbar wären Venezuela, Ecuador, Chile…  Hammer. Einfach Hammer.

Ich war daraufhin ein wenig aufgekratzt und übermotiviert, rannte mit minimaler Verspätung von 27 Minuten in die ReHa (ReHa-Termine dauern exakt eine halbe Stunde), wünschte meiner netten, aber in diesem Moment leicht perplexen Physiotherapeutin einen schönen ersten Advent und zog wieder von dannen. Auf dem Rückweg fand ich eine Paketstation, in der ein dicker Karton auf mich wartete, prall gefüllt mit Lebkuchen der allerfeinsten Sorte! Mein außerordentlicher Dank hierfür geht an Oncele de la Carlo und jene nette Dame, welche ihn in allen Lebenslagen berätht, die Briggie!

Aber wenn ein Tag halt mal geil ist, dann bleibt er’s auch. Ein ansehnlich langes Telefonat mit meiner Frau Mama eröffnete mir ungeahnte Zukunftsperspektiven, eine mögliche Behausung in Freiburg nach meinem Auszug aus der Todtnauerstraße, einen bislang unüberdachten Kontakt für Praktikumschancen sowie die Aussicht auf einen unvergesslichen Familientrip in die Weiten des nordamerikanischen Kontinentes. Unglaublich. Wie viele gute Nachrichten kann ein Mensch eigentlich am Tag verkraften?
Jetzt warte ich nur grade noch drauf, dass die staatliche Lotterie mich irrtümlicherweise zu ihrem Hauptgewinner für die nächsten dreizehn Ziehungen erklärt, dass Angela Merkel sich zu einer unerwarteten Steuersenkung von 23% entscheidet und dass das daraus von 82 Millionen Menschen eingesparte Geld durch Spende an wohltätige Einrichtungen der Welt zu einem ansehnlicheren Gesamtbild verhilft. Bis es so weit ist, gehe ich noch kurz zum Michael und stoße mit ihm auf einen vortrefflichen Tag an. Zumindest war er das aus meiner Sicht. Wäre äußerst erfreulich, wenn auch nur ein Bruchteil der stetig steigenden Bevölkerung dieser Erde auch nur einen Bruchteil jener unfassbaren Masse an stetig steigenden Glücksgefühlen in meinem Körper besitzen würde. Endorphine für die Welt. Denn wer glücklich ist, hat nicht umsonst gelebt.

Eine besinnliche Adventszeit all jenen auf meinem Blog umherschweifenden Geistern!

Ach, und: Man betrachte den kursiv dargestellten Satz als Antwort auf die Überschrift.